IT-Infrastruktur, Data Management und IT-Sicherheit für Unternehmen

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IT-Dienstleister wechseln: Ablauf & Checkliste | MDSYSTEC
IT-Dienstleisterwechsel

IT-Dienstleister wechseln: So gelingt der Wechsel sicher und ohne Chaos

Unzufrieden mit Ihrem IT-Dienstleister, aber unsicher, ob ein Wechsel sinnvoll ist? Lange Reaktionszeiten, wiederkehrende Probleme oder fehlende Transparenz sind Gründe, die Zusammenarbeit genauer zu prüfen. Mit unserem Selbstcheck können Sie Ihre aktuelle IT-Betreuung anhand von acht Fragen einordnen.

Lesedauer ca. 9–11 Minuten Zuletzt aktualisiert: Fachlich geprüft von MDSYSTEC
Selbstcheck

Passt Ihre aktuelle IT-Betreuung noch zu Ihrem Unternehmen?

Acht Fragen zu Reaktionszeiten, Zugängen, Dokumentation und Abstimmung. Am Ende erhalten Sie eine Einordnung Ihrer Situation und konkrete nächste Schritte. „Weiß ich nicht“ ist dabei eine zulässige und aussagekräftige Antwort; Ihre Antworten werden ausschließlich lokal in Ihrem Browser verarbeitet.

8 Fragen rund 3 Minuten keine Anmeldung Antworten bleiben im Browser

Frage 1 von 8
1 Werden zugesagte Reaktionszeiten zuverlässig eingehalten?

Gemeint sind die vertraglich zugesagten Zeiten – nicht der Eindruck, dass es meistens schnell geht.

2 Sind wichtige Administratorzugänge auch innerhalb Ihres Unternehmens verfügbar?

Also: Kämen Sie ohne Ihren Dienstleister an Server, Firewall, Microsoft 365 und Domain heran?

3 Existiert eine aktuelle Dokumentation Ihrer IT-Infrastruktur?

Netzplan, Inventar, Lizenzen und Zugänge – und jünger als die letzte größere Änderung.

4 Wissen Sie, wie Ihre Datensicherung aufgebaut ist und wann zuletzt eine Wiederherstellung getestet wurde?

Entscheidend ist nicht, dass gesichert wird, sondern dass eine Rückspielung nachweislich getestet wurde.

5 Werden Sicherheitsrisiken proaktiv angesprochen?

Proaktiv heißt: Ihr Dienstleister kommt damit auf Sie zu, bevor etwas passiert.

6 Sind Ihre monatlichen IT-Kosten und Leistungen nachvollziehbar?

Gemeint ist: Sie können jede Position auf der Rechnung einer konkreten Leistung zuordnen.

7 Gibt es klare Ansprechpartner und Vertretungsregelungen?

Einschließlich Vertretung – also auch bei Urlaub, Krankheit oder Personalwechsel.

8 Besprechen Sie regelmäßig die zukünftige Entwicklung Ihrer IT?

Zum Beispiel Lebenszyklus der Hardware, Lizenzstruktur oder Cloud-Strategie – in einem festen Turnus.

Ihr Ergebnis

Ihr nächster Schritt

Andreas Buchleitner, MDSYSTEC

Ihr Ansprechpartner für einen möglichen Dienstleisterwechsel Andreas Buchleitner · Teamlead Sales & Growth Unverbindliche Einordnung Ihrer Ausgangssituation.

Der Selbstcheck dient der Orientierung. Das Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass ein Dienstleisterwechsel notwendig ist.

Nutzen Sie die offenen Punkte als Grundlage für ein strukturiertes Gespräch mit Ihrem bestehenden oder einem alternativen IT-Partner.

Bitte wählen Sie eine Antwort.

Auf den Punkt

  • Ein Wechsel scheitert selten an der Technik, sondern an Verträgen, Fristen und fehlender Dokumentation.
  • Vor der Kündigung sollte geklärt sein, wem Zugänge, Lizenzen und Domains vertraglich zustehen.
  • Die Übernahme lässt sich schrittweise planen – Kontrolle und Betriebssicherheit gehen vor Geschwindigkeit.
  • Pauschale Angaben zu Kosten und Dauer sind vor einer Bestandsaufnahme nicht belastbar.
Standortbestimmung

Wann ist es Zeit, den IT-Dienstleister zu wechseln?

Nicht jedes schlecht bearbeitete Ticket ist ein Grund für einen Dienstleisterwechsel. Wiederholen sich Probleme jedoch und bringen Gespräche keine Verbesserung, lohnt sich eine strukturierte Bewertung der Zusammenarbeit.

01 Reaktionszeiten und wiederkehrende Probleme

Ohne Nachfassen bewegt sich nichts, und dieselbe Störung kehrt in Abständen zurück. Das deutet darauf hin, dass Symptome bearbeitet werden, eine Ursachenanalyse aber nicht stattfindet.

02 Kosten- und Leistungstransparenz

Sie sehen einen Betrag, aber nicht, welche Leistung dahintersteht. Ohne nachvollziehbare Abrechnung lässt sich weder planen noch vergleichen noch priorisieren.

03 Dokumentation und Administratorzugänge

Netzplan, Inventar und administrative Zugänge liegen hauptsächlich beim Dienstleister. Wenn Sie ohne ihn keinen Überblick über die eigene Umgebung haben, ist das weniger eine technische als eine unternehmerische Frage.

04 IT-Sicherheit und proaktive Betreuung

Backup-Tests, Patch-Stände, Berechtigungen oder Mehr-Faktor-Authentifizierung kommen nur dann auf den Tisch, wenn es bereits einen konkreten Anlass gibt.

05 Ansprechpartner und Verantwortlichkeiten

Ansprechpartner wechseln häufig, Vertretungsregelungen sind unklar. Wenn Sie Ihre Historie regelmäßig neu erklären müssen, geht über die Zeit Wissen über Ihre Umgebung verloren.

06 Weiterentwicklung und Abhängigkeit

Lizenzstruktur, Lebenszyklus der Hardware oder Cloud-Strategie bleiben unbesprochen. Und die Frage, ob ein Wechsel technisch überhaupt möglich wäre, lässt sich nicht beantworten.

Ein einzelner Punkt bedeutet nicht automatisch, dass ein Wechsel notwendig ist. Treffen jedoch mehrere dieser Punkte dauerhaft zu, sollte die bestehende Zusammenarbeit zumindest strukturiert überprüft werden.

Vorgehen

IT-Dienstleister wechseln: Der Ablauf in 6 Schritten

In der Praxis hat sich die folgende Reihenfolge bewährt. Sie ist als Orientierung zu verstehen – der konkrete Zuschnitt hängt von Umgebung, Vertragslage und Ausgangssituation ab. Wichtig ist vor allem, dass zu keinem Zeitpunkt unklar ist, wer für welches System verantwortlich ist.

Bestehende Situation analysieren

Zunächst wird festgehalten, was konkret nicht funktioniert – und was durchaus funktioniert. Diese Klarheit ist später die Grundlage für Anforderungen an einen neuen Partner und für ein sachliches Gespräch mit dem bisherigen.

  • Wiederkehrende Störungen sammeln
  • Erwartungen im Unternehmen abfragen
  • Anforderungen formulieren

Systeme, Verträge und Zugänge erfassen

Die Bestandsaufnahme der Umgebung: Welche Systeme sind im Einsatz, welche Verträge laufen mit welchen Fristen, welche Zugänge sind im Unternehmen verfügbar und welche ausschließlich beim Dienstleister?

  • Inventar von Hardware und Software
  • Vertrags- und Lizenzübersicht
  • Zugangs- und Berechtigungsliste

Neuen IT-Partner auswählen

Auf Basis der Anforderungen werden mögliche Partner verglichen. Entscheidend sind nicht nur Preis und Leistungsumfang, sondern Onboardingprozess, Erreichbarkeit, Dokumentationspraxis und die Frage, wie Verantwortlichkeiten geregelt sind. Mehr dazu unter Auswahl eines neuen IT-Dienstleisters.

  • Anbieter vergleichen
  • Onboarding und SLA prüfen
  • Referenzen einholen

Übergabe strukturiert planen

Vor der ersten technischen Änderung steht der Plan: Welche Systeme werden in welcher Reihenfolge übernommen, wer ist ab wann zuständig, welche Arbeiten liegen in Randzeiten und welche Rückfallebene gibt es je Schritt?

  • Reihenfolge und Termine festlegen
  • Zuständigkeiten je Abschnitt klären
  • Rückfallebenen definieren

Zugänge und Systeme kontrolliert übernehmen

Die eigentliche Übernahme. Administrative Zugänge werden übertragen und geprüft; je nach Ausgangssituation können Monitoring und Datensicherung frühzeitig eingerichtet oder übernommen werden. Jeder übernommene Bereich wird dokumentiert und abgenommen.

  • Adminrollen übertragen und verifizieren
  • Monitoring und Backup aufschalten
  • Übernahme je Bereich dokumentieren

Alten Dienstleister vollständig offboarden

Der Schritt, der am häufigsten unvollständig bleibt. Solange alte Zugänge bestehen, ist der Wechsel technisch nicht abgeschlossen – und die Verantwortlichkeit für Ihre Umgebung nicht eindeutig.

  • Alte Administratorzugänge entfernen
  • Passwörter und relevante Secrets ändern
  • Berechtigungen kontrollieren
  • Service Accounts prüfen
  • Datenbestände klären
  • Dokumentation finalisieren
Vorbereitung

Erst planen. Dann kündigen.

Bevor der bestehende Vertrag gekündigt wird, sollten Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen, Verantwortlichkeiten, vorhandene Zugänge und Dokumentationen sowie die geplante Übergabe geklärt sein. Eine Kündigung ohne vorbereitete Übergabe verkürzt den Zeitraum, in dem Ihr bisheriger Dienstleister noch Auskunft geben kann.

Welche Leistungen und Mitwirkungspflichten bei Vertragsende bestehen, ergibt sich aus den jeweiligen Vereinbarungen. Die folgenden Punkte sollten vor der Kündigung geklärt sein:

  • Vertragslaufzeiten
  • Kündigungsfristen
  • Administratorzugänge
  • Microsoft 365
  • Domains und DNS
  • Firewall
  • Backup
  • Server und Virtualisierung
  • Endpoint Security
  • Telefonie
  • Cloud-Dienste
  • Lizenzen
  • Dokumentationen
  • Drittanbieter
Übergabe

Was muss beim IT-Dienstleisterwechsel übergeben werden?

Die folgende Übersicht zeigt die Bereiche, die bei einer Übergabe regelmäßig eine Rolle spielen. Was im Einzelfall geschuldet ist, ergibt sich aus Ihrem Vertrag – die Übersicht ersetzt keine rechtliche Prüfung.

Übergabebereiche beim Wechsel des IT-Dienstleisters – „kritisch“ markiert die Bereiche, bei denen fehlende Zugänge am schnellsten wehtun
BereichWas übergeben wird
Microsoft 365Tenant, Adminrollen, MFA-Konfiguration, Lizenzen
Netzwerk kritischFirewall, Switches, VLANs, WLAN, VPN
ServerActive Directory, Hypervisor, Serverzugänge
ClientsVerwaltung, Richtlinien, Softwareverteilung
Backup kritischSysteme, Sicherungsziele, Aufbewahrung, Restore-Verfahren
Security kritischEndpoint Security, Mail Security, Firewall-Regelwerk
DomainsRegistrar, DNS-Verwaltung, Zertifikate
CloudAzure, AWS, eingesetzte SaaS-Lösungen
TelefonieTelefonanlage, SIP-Trunks, Rufnummern
VerträgeProvider, Hersteller, Wartungsvereinbarungen
DokumentationNetzwerkpläne, Inventar, Prozessbeschreibungen
DrittanbieterHosting, Fachanwendungen, externe Partner

Die Bereiche Backup, Security und Firewall gehören zu den kritischsten Punkten der Übergabe. Wie diese Themen im laufenden Betrieb abgesichert werden, zeigt die Seite IT-Security bei MDSYSTEC. Zur Tenant- und Lizenzstruktur passt der Überblick zu Microsoft 365 mit MDSYSTEC.

IT-Dienstleister-Wechsel: Fahrplan & Checkliste für den Mittelstand

Kostenloser Download – nichts vergessen.

Wie eine Übernahme abläuft, worauf es in jeder Phase ankommt und woran Sie merken, dass ein Abschnitt wirklich abgeschlossen ist.

  • Selbstcheck und die fünf wichtigsten Punkte auf einen Blick
  • Warum Wechsel scheitern – und wie Sie das vermeiden
  • Der Ablauf in sechs Phasen, Schritt für Schritt erklärt
  • Verträge, Zugänge und Datensicherung: die kritischen Punkte
  • Was den Aufwand bestimmt – und Ihr Zeiteinsatz im Haus
  • Zehn Fragen an einen neuen IT-Partner
  • Drei Checklisten zum Abhaken, drei Musterschreiben und ein Glossar

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MDSYSTEC

IT-Dienstleister wechseln mit MDSYSTEC

MDSYSTEC begleitet mittelständische Unternehmen bei der strukturierten Übernahme bestehender IT-Umgebungen. Praktisch bedeutet das: Wir nehmen die vorhandene IT auf, stimmen Verantwortlichkeiten und Übergabeschritte ab, dokumentieren und übernehmen die relevanten Zugänge, planen die technische Umstellung mit Blick auf den laufenden Betrieb und betreuen die Umgebung anschließend im vereinbarten Leistungsumfang.

Mitarbeiter von MDSYSTEC stellt die Bestandsaufnahme einer IT-Infrastruktur vor

Der genaue Ablauf einer Übernahme richtet sich nach Infrastruktur, Vertragslage und Ausgangssituation. Typischerweise orientieren wir uns an folgenden Schritten:

01

Unverbindliches Erstgespräch

Wir klären die Ausgangssituation und die Gründe für den geplanten Wechsel.

02

Bestandsaufnahme

Wir betrachten vorhandene Systeme, Zugänge, Verträge und Dokumentationen.

03

Wechselplan

Die Übernahme wird strukturiert vorbereitet, priorisiert und terminlich abgestimmt.

04

Technische Übergabe

Systeme und Verantwortlichkeiten werden kontrolliert übernommen.

05

Laufender Betrieb

Nach Abschluss der Übergabe geht die Umgebung in die vereinbarte Betreuung über.

Bei Ihnen bleiben
  • Entscheidungen
  • Freigaben
  • Auskünfte
Bei uns liegen
  • Bestandsaufnahme
  • Wechselplan
  • Technische Übergabe
  • Laufender Betrieb

Welche Leistungen die laufende Betreuung nach der Übernahme umfasst, zeigt die Übersicht zu unseren Managed Services. Einen Eindruck von unserer Arbeit geben die Referenzen und Erfolgsgeschichten.

Nächster Schritt

Sie denken bereits konkret über einen Wechsel nach?

Bevor Sie Ihren bestehenden IT-Vertrag kündigen, können wir gemeinsam Ihre Ausgangssituation betrachten und klären, welche Schritte für eine strukturierte Übernahme notwendig wären.

Dienstleisterwechsel unverbindlich besprechen

Rund 30 Minuten. Wir ordnen Ihre Ausgangslage ein – kein Angebot, keine Unterlagen nötig.

Fahrplan & Checkliste herunterladen

Checkliste für Verträge, Zugänge, Übergabe und Offboarding. Kommt direkt per E-Mail.

Andreas Buchleitner, MDSYSTEC

Andreas Buchleitner Ihr Ansprechpartner für Dienstleisterwechsel · Teamlead Sales & Growth

Hürden

Was Unternehmen vom Wechsel abhält

Die häufigsten Gründe gegen einen Wechsel sind selten technischer Natur. Es sind offene Fragen, auf die es in der laufenden Zusammenarbeit keine Antwort gibt.

„Wir kennen unsere eigene IT kaum.“

Gerade in über Jahre gewachsenen IT-Umgebungen ist das kein ungewöhnlicher Ausgangspunkt – und kein Hindernis. Genau dafür steht am Anfang jedes Wechsels eine Bestandsaufnahme: Systeme werden erfasst, Zugänge dokumentiert, Verträge zusammengetragen. Der Überblick entsteht im Prozess und bleibt anschließend in Ihrem Unternehmen.

„Unser aktueller Dienstleister hat alle Zugangsdaten.“

Wer Eigentümer beziehungsweise Vertragspartner der jeweiligen Systeme, Konten, Lizenzen und Domains ist und welche Zugänge bei einer Beendigung der Zusammenarbeit übergeben werden müssen, sollte vor dem Wechsel anhand der bestehenden Verträge geprüft werden. Bei Unklarheiten kann eine rechtliche Prüfung der Vertragsunterlagen sinnvoll sein.

„Wir können uns keinen Ausfall leisten.“

Bei komplexeren Umgebungen kann die Übernahme schrittweise statt an einem Stichtag erfolgen. Je nach Ausgangssituation lassen sich zunächst die Zugänge sichern, Monitoring frühzeitig einrichten oder übernehmen und kritische Systeme erst dann übertragen, wenn eine Rückfallebene steht. Arbeiten an Firewall oder Telefonie können in Randzeiten geplant werden.

„Was passiert, wenn der bisherige Dienstleister nicht kooperiert?“

Eine zurückhaltende Übergabe bedeutet mehr Aufwand, aber keinen unmöglichen Wechsel. Vieles lässt sich neu erheben: durch Auslesen der Systeme, über Registrar- und Herstellerportale, über Lizenzkonten. Je nach Hersteller, Plattform und Vertragskonstellation können Zugänge neu eingerichtet, administrative Rollen übertragen oder Wiederherstellungsprozesse genutzt werden – welche Möglichkeiten bestehen, muss für das jeweilige System geprüft werden.

„Wie viel Aufwand entsteht für unser Unternehmen?“

Der Aufwand ist real. Ein großer Teil der technischen Vorbereitung und Koordination kann jedoch durch den neuen IT-Partner übernommen werden. Auf Ihrer Seite bleiben Entscheidungen, Freigaben und Auskünfte. Dem gegenüber steht der Aufwand, der heute in wiederkehrenden Störungen und im Nachfassen steckt – er ist nur weniger sichtbar, weil er nicht als Projekt geführt wird.

„Vielleicht wird die Betreuung ja wieder besser.“

Ein legitimer Gedanke, und ein Gespräch mit dem bestehenden Dienstleister ist fast immer der richtige erste Schritt. Machen Sie es überprüfbar: benennen Sie konkrete Punkte, vereinbaren Sie einen Zeitraum und einen Termin zur Bewertung. Bleibt die Verbesserung aus, haben Sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage statt eines Bauchgefühls.

Aufwand

Was kostet ein IT-Dienstleisterwechsel?

Eine pauschale Zahl wäre an dieser Stelle unseriös: Der Aufwand einer Übernahme unterscheidet sich zwischen zwei Unternehmen gleicher Größe erheblich. Die Kosten hängen unter anderem ab von:

  • Anzahl der Mitarbeitenden
  • Anzahl der Standorte
  • Komplexität der Infrastruktur
  • Qualität der Dokumentation
  • vorhandenen Zugangsdaten
  • Cloud- oder On-Premises-Anteil
  • verwendeter Branchensoftware
  • notwendigen Migrationen
  • Kooperation des bisherigen Dienstleisters

Ein seriöser neuer IT-Partner sollte die Übernahme zunächst anhand Ihrer tatsächlichen Umgebung bewerten und den Aufwand transparent darstellen.

Aussagekräftig wird die Betrachtung erst nach der Bestandsaufnahme. Für eine erste Einschätzung braucht ein neuer Dienstleister vor allem: Anzahl der Arbeitsplätze und Standorte, eine grobe Systemübersicht, den Stand der Dokumentation und die bestehende Vertragslage.

Zeitrahmen

Wie lange dauert ein IT-Dienstleisterwechsel?

Auch hier gilt: Eine pauschale Dauer lässt sich nicht seriös versprechen. Maßgeblich sind vor allem der Umfang und die Komplexität Ihrer Umgebung, der Zustand der vorhandenen Dokumentation, die Verfügbarkeit administrativer Zugänge und die Übergabebereitschaft des bisherigen Dienstleisters.

Hinzu kommen die Fristen Ihrer bestehenden Verträge. Sie bestimmen häufig den Zeitpunkt stärker als der technische Aufwand.

Ein Wechsel sollte nicht künstlich beschleunigt werden. Kontrolle und Betriebssicherheit haben Vorrang vor Geschwindigkeit.
Dieter Miedl Geschäftsführer, MDSYSTEC

Vorbereiten lässt sich einiges: Vertragsfristen prüfen, vorhandene Zugänge und Dokumentationen zusammentragen und festlegen, wer im Unternehmen Entscheidungen und Freigaben verantwortet. Je vollständiger diese Grundlage ist, desto planbarer wird die Übernahme.

Auswahl

So erkennen Sie einen guten neuen IT-Dienstleister

Die folgenden Punkte lassen sich bereits im Erstgespräch prüfen. Sie sagen mehr über die spätere Zusammenarbeit aus als eine Leistungsübersicht.

  • dokumentierter Onboardingprozess
  • klare SLAs
  • feste Ansprechpartner
  • Vertretungsregelungen
  • saubere Dokumentation
  • IT-Security als Bestandteil der Betreuung
  • Monitoring
  • transparente Abrechnung
  • regelmäßige Optimierungsgespräche
  • nachvollziehbare Verantwortlichkeiten
  • Zugriff des Kunden auf die eigene Umgebung
Ein guter IT-Dienstleister baut keine unnötige Abhängigkeit auf.
Dieter Miedl Geschäftsführer, MDSYSTEC

Fragen Sie im Auswahlgespräch ruhig direkt: Wie würde eine Übergabe aussehen, wenn wir uns in einigen Jahren anders entscheiden? Die Antwort darauf ist ein verlässlicher Hinweis darauf, wie transparent die Zusammenarbeit angelegt ist.

FAQ

Häufige Fragen zum IT-Dienstleisterwechsel

Wann sollte ich meinen IT-Dienstleister wechseln?

Ein einzelner Vorfall ist selten ein ausreichender Grund. Aussagekräftig wird das Bild, wenn sich Punkte wiederholen: verzögerte Reaktionen, wiederkehrende Störungen ohne Ursachenanalyse, intransparente Abrechnung, fehlende Dokumentation oder ausbleibende strategische Abstimmung. Sinnvoll ist, die Zusammenarbeit zunächst strukturiert zu bewerten und die Punkte mit dem bestehenden Dienstleister zu besprechen. Bleibt eine Verbesserung über einen vereinbarten Zeitraum aus, ist ein Wechsel eine sachliche Option.

Wie läuft ein Wechsel des IT-Dienstleisters ab?

In sechs Abschnitten: Analyse der Situation, Erfassung von Systemen, Verträgen und Zugängen, Auswahl des neuen Partners, Planung der Übergabe, kontrollierte Übernahme und vollständiges Offboarding. Den ausführlichen Ablauf finden Sie weiter oben.

Wie lange dauert ein IT-Dienstleisterwechsel?

Eine pauschale Dauer lässt sich nicht seriös angeben. Sie hängt vom Umfang der Umgebung, der Anzahl der Standorte, dem Zustand der Dokumentation, der Verfügbarkeit der Zugänge und der Übergabebereitschaft des bisherigen Dienstleisters ab. Hinzu kommen die Fristen der bestehenden Verträge. Ein künstlich beschleunigter Wechsel geht in der Regel zulasten von Kontrolle und Betriebssicherheit.

Was kostet ein Wechsel des IT-Dienstleisters?

Das hängt von Größe und Komplexität Ihrer Umgebung, dem Zustand der Dokumentation und der Verfügbarkeit der Zugänge ab – die vollständige Faktorenliste steht weiter oben. Ein seriöser neuer IT-Partner bewertet die Übernahme anhand Ihrer tatsächlichen Umgebung, statt vorab eine Pauschale zu nennen.

Was muss der bisherige IT-Dienstleister übergeben?

Alles, was zum Betrieb Ihrer Umgebung erforderlich und Ihrem Unternehmen zuzuordnen ist – von administrativen Zugängen über Domain- und Lizenzverwaltung bis zur Dokumentation. Die Übersicht der Übergabebereiche zeigt das im Detail. Was im Einzelfall geschuldet ist, ergibt sich aus Ihrem Vertrag.

Was passiert, wenn Zugangsdaten oder Dokumentationen fehlen?

Fehlende Unterlagen machen einen Wechsel aufwendiger, aber nicht zwangsläufig unmöglich. Viele Informationen lassen sich neu erheben: durch Auslesen der Systeme, über Registrar- und Herstellerportale, über Lizenzkonten und durch eine strukturierte Bestandsaufnahme vor Ort. Je nach Hersteller, Plattform und Vertragskonstellation können Zugänge neu eingerichtet, administrative Rollen übertragen oder Wiederherstellungsprozesse genutzt werden. Welche Möglichkeiten bestehen, muss für das jeweilige System geprüft werden.

Kann ich den IT-Dienstleister trotz laufendem Vertrag wechseln?

Das hängt von den vereinbarten Laufzeiten, Kündigungsfristen und Verlängerungsklauseln ab. In der Praxis ist es üblich, Vorbereitung und Auswahl eines neuen Partners bereits während der laufenden Vertragszeit zu beginnen und die Kündigung erst dann auszusprechen, wenn Übergabe und Zeitplan stehen. Eine rechtliche Einschätzung Ihres konkreten Vertrags kann dieser Beitrag nicht ersetzen.

Muss Microsoft 365 beim Dienstleisterwechsel migriert werden?

Nicht zwingend. Wenn der bestehende Microsoft-365-Tenant Ihrem Unternehmen zugeordnet ist und weiter genutzt werden soll, kann häufig die administrative Betreuung beziehungsweise die Partnerbeziehung geändert werden, ohne einen neuen Tenant aufzubauen. Ob eine tatsächliche Migration erforderlich ist, hängt von der bestehenden Tenant-, Vertrags- und Lizenzstruktur ab und sollte im Rahmen der Bestandsaufnahme geprüft werden.

Kann der laufende Betrieb während des Wechsels weiterlaufen?

Das ist das Ziel einer strukturierten Übergabe, lässt sich aber nicht pauschal zusichern. Üblich ist, die Übernahme in Abschnitte zu teilen, Zuständigkeiten je Abschnitt eindeutig festzulegen und kritische Systeme erst zu übernehmen, wenn Zugang, Monitoring und eine Rückfallebene stehen. Einzelne Arbeiten, etwa an Firewall oder Telefonie, werden häufig in Randzeiten geplant. Wie störungsarm ein Wechsel tatsächlich verläuft, hängt auch vom Zustand der Umgebung und von der Mitwirkung der Beteiligten ab.

Wann sollte der bisherige IT-Dienstleister gekündigt werden?

In der Regel erst, wenn Vertragsfristen geprüft, Zugänge und Dokumentationen bekannt, ein neuer Partner ausgewählt und ein Übergabeplan abgestimmt ist. Eine Kündigung ohne vorbereitete Übergabe verkürzt den Zeitraum, in dem der bisherige Dienstleister noch Auskunft geben kann, und erhöht den Aufwand auf beiden Seiten.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine rechtliche Beratung. Für die Bewertung Ihrer konkreten Verträge ziehen Sie bitte Ihre Vertragsunterlagen und gegebenenfalls eine rechtliche Beratung hinzu.